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  • Der Wasserfratz
Der Wasserfratz ist eine der Gruppenfiguren der Henderwäldler.

Die Figur geht auf eine Sagengestalt zurück, die in vielen Flurstücknamen unserer Gegend als Bezeichnung überliefert ist.

Als die Germanen nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches unser Land besiedelten, erschienen ihnen die römischen Ruinen als fremdartiges, heidnisches, kurzum unheimliches Teufelswerk. 
So bezeichneten sie zum Beispiel den Limes als Teufelsmauer.
Ebenso unheimlich waren unseren Urahnen auch die "Fratzen", Geister, die angeblich an Quellen oder auf sumpfigen, enbeligen Wiesen ihr Unwesen trieben und auf die Flurnamen wie Fratzenbrünnele oder Fratzenwiesen hinweisen.
  Mit dem Wasserfratz hat die Narrenzunft eine für
  den Schwäbischen Wald typische Gestalt belebt.
  Mit seiner Maske in grünen und blauen
  Farbtönen mit Silber, wellenförmigen
  Augenbrauen und einer Fischnase vermittelt er
  den Eindruck eines gutmütigen Quellgeistes und
  treibt als Schelm seine Späße.

Maskenhaube und Häs sind aus fischschuppenförmigen Filzblätzle. Die Farben entsprechen dabei den Blau- und Grüntönen des Wassers. Der Wasserfratz gehört in die große Gruppe der Blätzlesnarren, die in ganz Oberschwaben und am Bodensee zu finden sind. Er trägt einen eimerförmigen Korb für Süßigkeiten oder eine Rätsche oder eine Karbatsche mit sich.

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