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+++ 39. Landesnarrentreffen | 25. & 26. Januar 2020 | Murrhardt +++
  • Der Tannenzapfenhurgler
Den Ursprung hat der Tannenzapfenhurgler im Waldgewerbe.

Die Zapfenpflücker oder Waldarbeiter sind hoch in die Baumwipfel gestiegen, um dort die noch frischen Zapfen zu pflücken. Ein Hurgler hat sich jedoch diese Mühen erspart und die Zapfen nur als Brennmaterial auf dem Boden eingesammelt.

Allerdings wurden die Zapfen auch „grün“ zu Heilzwecken gesammelt. Daraus gewann man ein gutes Mittel gegen Husten und verkaufte es landläufig als „Dannezapfegoischt“ oder „Dannezapfemooscht“ (Sirup). Mit großen Körben, Taschen und Säcken voller alter Zapfen sind die Tannenzapfensammler aus dem Wald gekommen.

Später dann bekamen ärmliche und urwüchsige Murrhardter Bürger der Teilorte den Necknamen
Tannenzapfenhurgler . Hurgler ist die Bezeichnung für einen trägen, ungeschickten Menschen, einen Tollpatsch oder einen, der überall nutzlos herumtrollt. Eigentlich meint „hurgeln“ rollen, im übertragenen Sinne jedoch einen arbeitsscheuen Menschen, der sich „geschickt“ durchs Leben mogelt, oder aus Langeweile eben einen Zapfen herumhurgelt ...
Durch ihre arbeitsscheue Art hatten solche Leute nicht genügend Geld, um sich auf dem Markt alles kaufen zu können, was sie zum Überleben brauchten. Es blieb ihnen also nichts anderes übrig, als sich auch im Wald Nahrung zu suchen.

Mit gefüllten Taschen kamen sie aus dem Wald zurück und wurden als
Tannenzapfenhurgler verunglimpft.

Der
Tannenzapfenhurgler ist deshalb in seiner Gestalt ein ärmlicher, abgeschaffter Mann im mittleren bis hohen Alter, was sich sowohl in seiner Kleidung als auch in der Maske widerspiegelt.


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